Polka Polka Polka

Bisher dachte ich bei der Begrifflichkeit Polka ausschließlich an die Kenosha Kickers und den Polkakönig des mittleren Westens Gus Polinski, auch bekannt als John Candy (Unwissende sollten sich bitte dringend ‚Home Alone’/’Kevin – Allein zu Haus‘ zu Gemüte führen). Spätestens mit Iris Anemone Pauls Doppelsieg beim Deutschen Jugendliteraturpreis 2019 verbinde ich mit dem beschwingten Rundtanz im lebhaften bis raschen Zweivierteltakt auch einen struppigen verschlafenen Hund namens Igor.

Jahresendzeitnostalgie

Ja, ja die liebe Nostalgie zum Jahresende – bleibt zwischen dem üblichen Weihnachtsstress und der bisher unüblichen Pandemie ein wenig Zeit zum Verschnaufen, schleichen sich auch wehmütige Gedanken an liebgewordene Bücher aus der Kindheit ein. Ein solcher Kindheitsliebling ist vollgepackt mit Gassigehen, geheimen Häuschen, langen Sommerferien und damit absolut unpassend für diese Jahreszeit. Trotzdem begeistert mich Greta und Eule, Hundesitter von Cornelia Funke bis heute zu jeder Jahreszeit.

Lümmelnde Prinzessinnen, heldenhafte Brüder und schmalzfreie Happy Ends

Was beginnt wie ein klassisches Märchen, verwandelt sich bereits auf Seite zwei in einen waschechten Comic mit Panels und Sprechblasen. Diese Übertragung des norwegischen Märchens ‚Der Troll, der kein Herz hatte‘ funktioniert sowohl als Literaturadaption als auch als eigenständiges Bilderbuch hervorragend, denn den Rettungsversuch der sechs von einem Troll versteinerten Brüder übernimmt der siebte und jüngste Bruder auf ebenso heldenhafte Weise wie beispielsweise Spider- oder Superman.